Hyperhidrose In Berlin

Was ist Hyperhidrose?

Hyperhidrose ist ein dermatologisches Problem, charakterisiert durch übermäßiges Schwitzen, d.h. es wird mehr Schweiß produziert, als für eine normale Wärmeregulation erforderlich ist, die dem Körper erlaubt, eine stabile Temperatur zu halten, unabhängig von den wechselnden Außentemperaturen.

Für die Betroffenen bedeutet dieses Leiden eine Verschlechterung ihrer psychologischen und emotionalen Gesundheit und im sozialen Bereich. Meistens liegen der Hyperhidrose gesundheitliche Probleme zugrunde.

Hyperhidrose kann allgemein nach den Körperteilen, die betroffen sind, klassifiziert werden. Dies sind meistens Hände, Füße, Leisten und der Gesichtsbereich aufgrund der Anzahl der Schweißdrüsen in diesen Bereichen.
Übermäßiges Schwitzen, das zentralisiert ist in Bereichen wie Handflächen, Achselhöhlen, Fußsohlen und Gesichtsbereich bezeichnet man als fokale Hyperhidrose oder primäre Hyperhidrose. Übermäßiges Schwitzen hingegen, das den ganzen Körper betrifft, wird generalisierte oder sekundäre Hyperhidrose genannt. Weiterhin wird die Hyperhidrose klassifiziert nach ihrem Beginn, der von Geburt an (angeboren) oder später im Leben (erworben) sein kann.

Die primäre Hyperhidrose beginnt meistens mit der Geburt, im Jugendalter oder in einem frühen Stadium, während die sekundäre Hyperhidrose in einer späteren Phase des Lebens auftritt.

Die sekundäre Hyperhidrose wird gewöhnlich durch bestimmte zugrunde liegenden gesundheitlichen Bedingungen verursacht, wie z.B. als Arzneimittelreaktion, durch Menopause, Quecksilbervergiftung, Diabetes Mellitus, Störung der Hypophyse oder der Schilddrüse, Krebserkrankungen, Gicht, Störungen des endokrinen Systems oder Infektionen.

Die Ursache der primären Hyperhidrose ist dagegen mysteriös, obwohl manche Ärzte annehmen, dass sie durch Hyperaktivität des sympathischen Nervensystems verursacht wird. Die sekundäre Hyperhidrose kann ausgelöst werden durch Schwangerschaft, Angst, Arzneimittelreaktion .... (wie oben schon erwähnt).

Behandlungsmöglichkeiten für die Hyperhidrose

Dieses dermatologische Problem stellt für die Behandlung eine ziemliche Herausforderung dar. Es braucht Engagement, Geduld und Ausdauer, um diesen Zustand zu bekämpfen und es kann auch Zeit beanspruchen, die richtige und effektive Behandlung festzulegen. Im Allgemeinen raten die Ärzte Patienten, die unter Hyperhidrose leiden, mit einer nicht-invasiven Behandlung zu beginnen, z.B. mit der Änderung ihres Lebensstils durch:

- Tragen von lockerer und leichter Kleidung

- Vermeiden von Nahrungsmitteln, die Schwitzen auslösen oder verschlimmern können

- Vermeidung von Alkohol und stark gewürzten Speisen

- Änderung der Kleidung – Tragen von schwarzen oder weißen Kleidungsstücken, um die sichtbaren Zeichen des Schweißes zu vermindern

- Benutzung von Antitranspirantien

Hyperhidrose ist ein Langzeitproblem, das sowohl für den Arzt als auch für den Patienten eine Herausforderung darstellt. Es stehen aber Behandlungen für die Hyperhidrose Patienten zur Verfügung, die von der Therapie bis zu Minimal-invasiver Chirurgie reichen.

Das Ziel jeder Hyperhidrosetherapie ist, das heftige Schwitzen zu verringern. Wenn das übermäßige Schwitzen effektiv unter Kontrolle gebracht und das Hauptproblem gelöst wurde, ist es ebenfalls relevant, die zugrunde liegende Ursache des Leidens zu identifizieren. Sobald die Ursache festgestellt wurde, wird eine geeignete Behandlung, abhängig von der Schwere des medizinischen Befundes, durch Ihren Arzt bestimmt.

Die folgenden Behandlungsmöglichkeiten sind leicht verfügbar, abhängig von der Schwere des Problems:

Der Gebrauch von Antitranspirantien:

Die erste Behandlungsphase durch Ihren Arzt könnte die Verwendung von topischen Anticholinergika sein. Anticholinergika beeinflussen die Aktivität des Neurotransmitters Acetylcholin, sie hemmen die Übertragung von parasympathischen Nervenimpulsen. Andere Agenzien wie Kaliumpermanganat, Formaldehyd, Methenamin und Borsäure können ebenfalls benutzt werden. Einige dieser Antitranspirantien haben jedoch nur einen Kurzzeiteffekt, machen Flecken und bringen eine hohe Wahrscheinlichkeit für Reaktionen oder Empfindlichkeitserscheinungen mit sich. Trotzdem sind alle diese Agenzien effektiv für die Verminderung der Transpiration durch Blockierung der Poren der Schweißdrüsen.

Diese Antitranspirantien werden normalerweise nachts vor dem Schlafen auf die betroffenen Hautbereiche aufgetragen und morgens abgewaschen.

Der Gebrauch von systemischen Agenzien:

Dies ist die Verwendung einer oralen Medikation zur Nervenblockade. Diese oralen systemischen Agenzien erzeugen chemische Stoffe, die in die Interaktion bestimmter Nerven eingreifen. Anticholinergische Medikamente wie Propanthelinbromid, Glykopyrrolat, Oxybutynin und Benzotropin werden am meisten verschrieben, obwohl viele Leute diese Behandlungsmöglichkeit angesichts der Nebenwirkungen wenig attraktiv finden. Nebenwirkungen sind: Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Verstopfung, Mydriasis (Pupillenerweiterung), Schwierigkeiten beim Harnlassen.

Die Einnahme vom Antidepressiva kann ebenfalls das Schwitzen verringern, besonders bei denjenigen, deren Schwitzen durch Angst erzeugende Situationen, wie Lampenfieber oder besondere Ereignisse, wie Hochzeit und öffentliche Reden, ausgelöst werden. Die Einahme von Antidepressiva verringert die Angst, die die Hyperhidrosis verschlimmert.

Chirurgie:

Chirurgie dient als letzter Ausweg, nachdem alle nicht-invasiven Behandlungen keinen Erfolg gebracht haben. Chirurgie wird empfohlen in besonders schweren Fällen von Hyperhidrose. Im Folgenden werden die Arten der Operationen aufgeführt.

Iontophorese:

Dies ist eine Therapie, die gewöhnlich von Physikalischen Therapeuten angewandt wird. Es handelt sich dabei um eine Form von Elektrostimulation, die benutzt wird, um dem Körper durch die Haut eine Medikation zuzuführen. Die Iontophorese kann auch helfen, übermäßiges Schwitzen an den Händen oder Füßen zu verringern. Die Verwendung beinhaltet eine Behandlung der betroffenen Region, indem schwacher elektrischer Strom durch Wasser oder feuchte Pads geleitet wird. Dadurch werden die Poren der Schweißdrüsen blockiert.

Das Resultat der Iontophorese ist gewöhnlich kurzzeitig, weshalb die Patienten für eine konstante Behandlung regelmäßig die dermatologische Praxis aufsuchen müssen. Das Verfahren ist wenig schmerzhaft, kann aber leichte Irritationen und Beschwerden auslösen.

Botox Injektion:

Botulinum Toxin ist im Allgemeinen bekannt für seine Effektivität für die Glättung von Falten, aber es kann auch als Behandlung bei Hyperhidrose verwendet werden. Der betroffene Bereich wird anästhesiert und es wird Botox injiziert. Die Injektion muss in Intervallen wiederholt werden, (vorzugsweise in 6-12 Monatsintervallen oder wie vom Arzt vorgeschrieben), um ein lange anhaltendes Resultat zu erzielen.

Diese Injektion bewirkt eine Verringerung des Schwitzens, indem vom Gehirn an die Schweißdrüsen gesandten Signale blockiert werden. Allerdings hat auch die Botox Injektion Nebenwirkungen, wie z.B.:

- Taubheitsgefühl im Muskel, besonders in der behandelten Region

- Schmerzen, Jucken und Rötung des betroffenen Bereichs

- Kopfschmerzen, Übelkeit und Hitzwallungen nach der Botox Injektion

- Schwitzen in einem anderen Teil des Körpers, um den behandelten Bereich zu kompensieren

Diese Nebeneffekte sind nur von kurzer Dauer und mit der Zeit, wenn die Injektion abklingt, vermindern sich die Nebenwirkungen und lösen sich auf.

Entfernung oder Zerstörung der Schweißdrüsen:

Übermäßiges Schwitzen in der Achselhöhle kann bekämpft werden, indem der betroffene Bereich anästhesiert, ein Schnitt in die Achselhöhle gemacht wird und die Schweißdrüsen herausgeschnitten oder gekratzt werden oder durch Einführung eines Laserinstruments durch einen kleinen Schnitt in der Achselhöhle, um die Schweißdrüsen zu zerstören.

Endoskopische transthorakale Sympathektomie:

Dies ist das am häufigsten benutzte chirurgische Verfahren. Es wird verwendet bei Hyperhidrosis an den Händen oder der Achselhöhle. An der Brustseite wird ein kleiner Schnitt gemacht und der Nerv, der die Schweißbildung in der betroffenen Region kontrolliert, wird abgeschnitten. Das Verfahren kann nur unter Allgemeinanästhesie durchgeführt werden.

Diese Verfahren sind normalerweise der letzte Ausweg, da ernste Nebenwirkungen damit verbunden sein können, wie z. B.:

- Blutung in den Brustraum während der endoskopischen transthorakalen Symphatektomie

- Gefahr eines Pneumothorax (wenn Luft in den Brustraum gelangt)

- Es kann zu einem Homer Syndrom führen (eine Beschädigung des Nervensystems, die ein hängendes Augenlid auf einer Seite zur Folge hat).

- Das Verfahren hat etwa 90 % Erfolgschancen.
Um die besten verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten besser zu verstehen, können Sie diesem Link folgen:

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